Klar hatte ich ein Karl May Buch

aber wahrscheinlich das falsche. Selbst den Titel weiß ich nicht mehr, so wenig hat es mich gepackt. Damit war dann für mich auch Schluss mit Winnetou etc. weil der Mann aus Sachsen es bei mir nicht geschafft hatte. Vielleicht konnte ich deshalb auch keine große Begeisterung für Amerika entwickeln, wobei damit natürlich dieses Grundstück zwischen Kanada und Mexiko gemeint ist. Sie hatten uns befreit, hatte man mir als Kind beigebracht, was wohl bedeutete, sie brachten Kaugummi, Lucky Strikes und Rock’n Roll. Das war anscheinend vorher verboten. Sie waren die Guten und sorgten dafür, dass nicht am nächsten Tag der Russe vorm Dom stand. Trotzdem konnte ich ihnen nichts abgewinnen. Ich war sogar etwas enttäuscht, als ich erfuhr, dass Bob Dylan kein Engländer war. Der Vietnamkrieg machte es nicht besser.



Auch die Mittelstrecken-Raketen nicht, die Ende der Siebziger in Deutschland aufgestellt wurden. Dann lernte ich Taijiquan und einen kleinen Chinesen kennen, der in Colorado zuhause war. Deshalb flog ich dort hin. Drei Mal war ich da ohne viel mehr gesehen zu haben als die Ausläufer der Rocky Mountains, wo sich Gia Fu Fengs Stillpoint befand. Die Menschen waren immer sehr freundlich und hatten von nichts eine Ahnung, wenn man mit ihnen ins Gespräch kam.


Ich würde nicht sagen, dass ich einen Antiamerikanismus pflege. Sie wären mir egal, wenn sie sich nicht so wichtig machen würden in unserer Welt. Wenn sie sich nicht für die Krone der Schöpfung hielten. Seit dem zweiten Weltkrieg richten sie Unheil an, nur damit morgen nicht der Russe vorm Dom steht. Ich mag auch keinen Kaugummi, rauche seit Jahren nicht mehr und Rock’n Roll, nun ja, das war mal. Die Zeiten sind vorbei. Was ich sagen will, ich gehöre nicht zu denen, die glauben untrennbar mit der US Nation verbunden zu sein. Ich kann ganz gut ohne deren Kultur auskommen.

Ich gehöre zu denen, die geglaubt haben, so ein Schut* kann nicht Präsident werden. Die Medien sollen ihm nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Jetzt ist Schut Präsident und Schut holt sich jede Menge anderer Schute ins Boot. Schut wird als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika einigen Einfluss auf die Entwicklung der nächsten Jahre nehmen, soweit es in den Interessen der Mächtigen liegt, zu denen er nicht gehört. Man könne das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, hat man mir beigebracht. Diese Gangster in USA scheinen allerdings den Dreh gefunden zu haben. Soziale Errungenschaften, zwischenmenschliche Einstellungen, die mir immer selbstverständlich vorkamen, negieren sie, werfen sie auf den Kehricht, drehen sie um. Frauen sind wieder die Nigger of the world, Menschen mit nicht schweinefarbener Haut gelten als Dreck, auch wenn davon mehr auf diesem Planeten leben. Sie halten sich wieder für die Krone der Schöpfung, sie sind nicht mehr wert als die Schaumkrone auf meinem Bier, sie sind der Abschaum dieser Schöpfung, weil sie unmenschlich sind.

Ich glaube kaum, dass sie merklichen Einfluss haben werden auf mein persönliches Leben und hoffentlich keinen nachhaltigen Schaden auf das Leben meiner Kinder und Enkel. Um den abzuwehren, werde ich gegen den Schut sein, nicht aus antiamerikanismus. Ich werde dabei auch kein liberalistisches Verständnis für die Idioten, für die Deppen aufbringen, die diese Verbrecher an die Macht gebracht haben.

Eigentlich geht mir das ganze Theater am Allerwertesten vorbei. Aber nach mir soll keine Sintflut kommen. Ich bin einmal angetreten mit dem Wunsch, dass unsere Generation das Leben auf diesem Planeten für alle lebenswerter macht. Das lass ich mir nicht von einem Immobilienschut nehmen.

Würde ich anders denken, wenn ich das richtige Karl May Buch bekommen hätte? Ich hoffe nicht.

*Ich verwende hier Schut als Synonym für Arschloch, denn ich kann den amerikanischen Präsidenten ja nicht Arschloch nennen.

Creating meaning: a Daoist response to existential nihilism



Geir SigurÞsson1
Received: 12 June 2016 / Accepted: 26 July 2016

© Academy for International Communication of Chinese Culture and Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016
Abstract 
The rise of modern science in the Western world produced not only a number of social and technical improvements but also a view of the world as a godless mechanism and thus of human life as devoid of ultimate metaphysical meaning. Some modern Western thinkers worried that this rational scientific view of the world, which presupposes ‘metaphysical nihilism’, or the view that there are no metaphysically grounded values, would also lead to an existential kind of nihilism that rejects human life, action, morality and social values in general as meaningless. Their attempts at preserving the former condition while preventing the emergence of the latter, how- ever, have been criticized as being founded on questionable metaphysical and even religious foundations, and thus for being inconsistent with the modern scientific outlook. Richard Dawkins‘s argument that engagement in the scientific activity of seeking truth suffices to establish meaning in life is generally not regarded as con- vincing, largely because the ‘truths’ of modern science fail to provide anything resembling existential meaning. Apparently, Western culture seems to suffer from some kind of metaphysical yearning in its post-metaphysical scientific world. This paper seeks an inspiration for a solution in early Daoist philosophical writings, most notably the Laozi and the Zhuangzi, and their call for creative self-forgetting and constantly active interpretation. Their treatment of topics such as human life, death and activity uncovers an intriguing worldview consistent with ‘metaphysical nihilism’ and yet inherently meaningful and life affirming.



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